Wissenschaft, Technik und Kunst

- 2 - Die Natur (Durchgabe aus dem Jahre 1968) Wohlan, die Natur ist unvorstellbar intelligent; aber die Natur ist keine Materie, kein totes Ding. Sie ist ein geistiger Prozeß , der über allen Dingen steht. Die Materie würde sich nicht rühren, sie würde nicht den geringsten Lebensprozeß zeigen, wenn nicht Etwas darüber stünde, was zur Auslösung des Verhaltens entscheidend ist. Die Wissenschaft kann diese unsichtbare, aber nachweisbare Intelligenz nicht ignorieren, aber erklären kann sie diese Intelligenz nicht. Darum wird sie wohl akzeptiert, aber nur als ein Vorgang gewertet. So einfach kann man aber eine so hohe Intelligenz nicht abtun. Das Erschreckende dabei ist, daß das ganze Universum im Vergleich zum Menschen eine so unvorstellba- re Größe hat. Dabei kommt noch die Vielgestaltigkeit der Schöpfung hinzu. • Niemals wird es einem Menschen möglich sein, die Schöpfung zu erfassen, denn der Mensch ist zwar ein göttliches Geschöpf, aber kein Gott! • Die höchste Intelligenz ist selbstverständlich der Schöpfer . Er ist die Summe der Gesamterfah- rungen von Äonen zu Äonen. • Der Mensch wurde erst nach vielen Äonen geschaffen, nachdem Gott schon längst eine voll- endete Intelligenz darstellte. Diese Intelligenz müßte in Frage gestellt werden, wenn sie in den Dingen der Gerechtigkeit versagen würde. • Ein Naturgesetz ist ein göttliches Gesetz . Man kann es wohl stören , aber niemals ganz außer Kraft setzen. Wenn die Störung beseitigt ist, hat es immer wieder zwingende Gültigkeit. • Die Natur, womit Gott umschrieben ist, besitzt daher ein Höchstmaß an Gerechtigkeit. Für den Menschen gibt es deshalb die Wiedergeburt, die Reinkarnation . Ich kann den Begriff vom Atheismus nicht begreifen, denn ein Atheist, wie man ihn nennt, erkennt das Wirken der Natur an , er kann nichts dagegen sagen, aber er hat etwas gegen das Wort " Gott ", obwohl es da gar keinen Unterschied gibt. Einen Unterschied zwischen Gott und der Natur machen nur die Ethiker, sie berufen sich nämlich auf die Ungerechtigkeit auf dieser Welt. Aber gibt es denn überhaupt eine Ungerechtigkeit? Wer will von euch wissen, was ungerecht ist? Weil man aber kaum was vom gesamten Universum weiß, da man noch nicht einmal die sichtbare Welt in ihrer ganzen Größe und Erhabenheit kennt, weiß man auch nichts von der Wiedergeburt und von der Buße und von dem Lohn in anderen Regionen . • Ein böser Mensch, ganz gleich, ob im Jenseits oder auf Erden, hat keinen Anspruch auf Belohnung. Sie wird ihm im Reiche Gottes auch nicht zuteil werden, selbst wenn er im Erden- leben ein hohes Ansehen oder in hohem Reichtum gestanden hat. Die Gerechtigkeit, die zur Natur gehört, mit ihr eine Einheit bildet, macht niemals eine Ausnahme! Ein Mensch, der durch das Erdenschicksal mal in jeder Weise zu kurz gekommen ist, hat keinen Grund, an der Gerechtigkeit der Natur zu zweifeln. Die Gesetze geben ihm die Möglichkeit, das zu empfangen, was er vermißt hat. • Aber die Gerechtigkeit der Natur in ihrer Großartigkeit richtet sich nicht nach Verlusten und Entbehrungen oder Versklavungen, sondern nach dem Grad der menschlichen Entwicklung . • Es wird ständig korrigiert: Wer zu viel und zwar in ungerechter Weise empfangen hat, dem wird es von der Gesamtrechnung abgezogen. Wer zu wenig empfangen hat, dem wird es, wenn er es verdient hat, hinzugerechnet. Das sind Dinge, die der Wissenschaft und den sonstigen Menschheitsführern nicht passen . Aber ob es ihnen paßt oder nicht, es muß einmal gesagt werden. Die Gerechtigkeit ist mit Gott identisch. Sie ist das Wesen der Natur.

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