Das Theodizee-Problem

- 44 - Wohlan, GOTT hat der Menschheit GEBOTE gegeben. Ein GEBOT ist eine Warnung. Wer eine solche Warnung nicht beachtet, begibt sich in die Gefahr, das größte Leid auf sich zu laden. Ein GÖTTLICHES GEBOT ist eine väterliche Warnung und Ermahnung, einer großen Gefahr aus dem Wege zu gehen. Der VATER kann nicht helfen, wenn durch Nichtbeachten der gutgemeinten Warnungen ein solcher Schaden eintritt. Wären diese GEBOTE aus dem Verstande der Menschen hervorgegangen, so hätten sie nur eine untergeordnete Bedeutung. Ein göttliches GEBOT warnt vor etwas UNSICHTBAREM, vor einem Schaden, der mit Menschen-verstand nicht zu übersehen ist. Ein solcher Schaden kann ohne weiteres ein ganzes Menschenleben, ja eine ganze Familie oder Sippe ins Unglück bringen. Die Gefahr für jede Warnung ist riesengroß! Ihr beruft euch auf eure Logik und auf euren guten Verstand. Besonders die Akademiker und Forscher auf allen Gebieten legen großen Wert auf diese Feststellung. Ich frage euch als MITTLER zwischen GOTT und den Menschen: Ist es noch logisch und vernünftig, Warnungen vor superlativen, verborgenen Gefahren einfach zu ignorieren und den WARNER zu verspotten? Ihr könnt mir keine Antwort darauf geben, weil ihr glaubt, daß die Sünde und das Laster "selig machen". Selig macht jedoch nur die positive Arbeit. Die GEBOTE GOTTES sind euch unbequem - und in der Tat, ihr habt euch eine Welt geschaffen, die es unmöglich macht, diese wichtigen GEBOTE zu halten. Ich muß euch jedoch sagen, daß ihr den Wert und den Begriff einer solchen WARNUNG überhaupt nicht versteht. Ihr seid gewohnt, alles in technische Begriffe umzudeuten. Nun, ich will in euren Begriffen zu euch reden: Setzt hinter jede göttliche WARNUNG einen roten Blitz und schreibt darunter: Achtung – Lebensgefahr! Nur so kann euch deutlich gemacht werden, welche Gefahr eine Sünde in sich birgt. Das Leid dieser Erde ist entsetzlich und beschämend. - Das Leid dieser Erde braucht nicht zu sein! Das Leid dieser Menschheit ist die Antwort auf alle Nichtbeachtungen der göttlichen WARNUNGEN, die ihr "Gebote" nennt. GOTT gebietet nicht in dieser Weise. GOTT warnt und wünscht. Die Bezeichnung "Gebote" habt ihr vor Jahrtausenden selbst gewählt. GOTT warnt vor Gefahren und wünscht, daß ihr diese Gefahren möglichst meidet. Sofern aber ein Mensch in eine Gefahr buchstäblich hineingetrieben wird, so kann er nichts dafür. So ist es auch mit den WARNUNGEN GOTTES. Doch dann trifft jene das ganze Unheil, welche einen Menschen in die Gefahr der Sünde hineinjagen. Es kommt hauptsächlich auf die Motive an. Im JENSEITIGEN REICH, das auch seine Länder und Städte, seine Sitten hat, wird die Sünde nach dem Motiv gemessen. Eine kleine Sünde kann ein schwerwiegendes Motiv haben und wird schwer nach den GESETZEN bestraft. Eine große Sünde kann unter Umständen nur ein geringes Maß an Unrecht haben, weil das Motiv zur Sünde einen guten Kern aufweist. Die Unterscheidung ist individuell in höchster Konsequenz und unbestechlich gerecht. Je komplizierter ihr euer Leben gestaltet, um so komplizierter sind die Motive eurer Sünden. Ihr könnt daher Recht von Unrecht nicht mehr unterscheiden. Darum will ich euch unterweisen. Glaubt meinen Worten! Betrachtet die GÖTTLICHEN GEBOTE und die Lehren CHRISTI als gutgemeinte Ratschläge und Warnungen. Was nützt es einem Kinde, wenn es ins Wasser gefallen ist und ertrinkt, wenn man noch so sehr jammert. Das Gebet nach der Sünde ist ohne Wirkung! Doch betet, daß ihr selbst zur rechten Zeit zur Einsicht kommt, damit ihr vor den größten Warnungen Respekt habt. Um eure irdische Rechtsprechung zu verstehen, müßt ihr Jura studieren. Ich sage euch: Studiert die einfachen GESETZE und WARNUNGEN GOTTES, die euch auf direktem Wege überbracht worden sind. Für die sichtbaren Sünden habt ihr eure Richter. Für die unsichtbaren Gefahren richtet das GESETZ GOTTES und ihr seid einmal eure eigenen Ankläger. - Denkt viel darüber nach! * * *

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