Der Einfluss der Trauer auf Verstorbene

- 49 - Sti l l ist meine Seele Elisabeth Clüver, 1842 - 1884 Still ist meine Seele, still zu Gott dem Herrn, seinem Rat befehle ich ja alles gern. Wie mein Gott mich führet, bin ich wohlgemut, der die Welt regieret, machet alles gut. Soll ich länger leiden hier in dieser Welt – will mich gern bescheiden wie es Gott gefällt. Scheint auch oftmals trübe, dornig unser Pfad – Gott ist ja die Liebe, segnet früh und spat. Darum Ihm vertrauen will ich immerfort, Seine Sorge schauen wir an jedem Ort. Wie die Blumen blühen nach des Winters Schnee, kann auch bald entfliehen unsers Lebens Weh. Drang dir auch die Wunde in das Herz hinein – still! die rechte Stunde kennet Gott allein. Still ist meine Seele, still zu Gott dem Herrn, seinem Rat befehle alles ich so gern.

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