Die Entstehung menschlichen Lebens und frühkindlicher Tod

- 8 - Wenn also ein Wesen im Kindesalter stirbt, so hat es in seinem Geistleib genau Alter und Auss ehen der Zeit seines menschlichen Lebens. Stirbt ein Kind schon wenige Tage oder Wochen nach der Geburt, so ist es eben wirklich noch ein Kleinkind und muß also im geistigen Reiche demen tsprechend gehegt und gepflegt werden. Es wird dort heranwachsen und auch erzogen. Wiederum gibt seine Seele von ihrer Substanz, damit das kleine Wesen in der geistigen Welt heranwachsen kann. Dort wird es von Stufe zu Stufe geführt, und entsprechend seinem Heranwachsen erhält es die notwendigen Belehrungen. Ein Wesen, das als Kindesgeist in ein Kinderparadies eintritt, bleibt zwar auf derselben Stufe der ge istigen Welt, von der es zur Menschwerdung ausgegangen war; aber jetzt wird es von Engeln Gottes erzogen. Auch zieht man Geistwesen aus derselben Stufe heran, damit sie mithelfen, di eses Kindlein zu pflegen. Eine solche Tätigkeit bewirkt für manche Geistwesen - seien sie weibliche oder männliche Wesen - eine Beschleunigung ihres geistigen Aufstieges, nämlich dann, wenn sie solche KindGeistchen lieben und es ihnen liegt, sich mit ihnen abzugeben. Denn auf diese Weise kommen sie in nähere Beziehung zu Engeln Gottes, und dadurch hebt sich allmählich auch ihr eigenes inneres Wesen und Denken, was ihren Aufstieg beschleunigt. Wenn also ein Kind von der Erde abscheidet, hat sein Geist - ich wiederhole es - in der Geisteswelt die Möglichkeit heranzuwachsen, und zwar von innen heraus, weil seine Seele die Substanz wieder abgibt, die sie vordem in sich zusammengezogen hatte, als der Geistkörper vor der Ei nverleibung in die kleine Gestalt eines Erdenkindes eingeengt, gewissermaßen verkleinert worden war. Genau entsprechend ist es, wenn ein erwachsener Mensch stirbt. Dann sind in seinem irdischen Körper noch viele odische Kräfte vorhanden. Sie werden nun sogleich von der Seele ang ezogen, aufgesogen. Alle Substanzen nimmt die Seele in sich auf, sie entzieht sie dem irdischen Körper, so daß dieser jetzt wirklich der Erde und damit der Vergänglichkeit anheim gegeben werden kann. Der verwesliche Leib besitzt also nichts mehr von diesen durchdringenden Kräften, welche die Seele zu Lebzeiten auf den ganzen Körper hatte ausfließen lassen. Auch beim Tod eines (erwachsenen) Menschen nimmt die Seele alle diese Kräfte in sich hinein." So weit ein Auszug aus den Darlegungen des Geistwesens Lene. Wir können diesen Bericht zwar nicht nachprüfen oder gar beweisen, aber es ist doch der Überlegung wert, ob es nicht so oder so ähnlich bei einer Inkarnation tatsächlich ablaufen könnte, ja ablaufen müßte, denn irgendwie muß der jenseitige Geistkörper in den eines Säuglings umgewandelt werden, wenn es so etwas wie Reinkarnation wirklich gibt.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjI1MzY3