Psychowissenschaftliche Grenzgebiete
     

Auszüge aus dem 14. Vortrag, gehalten zu Dornach am 13. Mai 1921

Titel: Der Mensch in seinem Zusammenhang mit dem Kosmos
Perspektiven der Menschheitsentwicklung
Verfasser: Dr. Rudolf Steiner

"... während in der alten atlantischen Zeit Menschen von Saturn, Jupiter, Mars und anderen Planeten durch Inkarnationszyklen auf die Erde heruntergekommen sind, beginnt jetzt eine Zeit, in der Wesen von den außerirdischen Weltengebieten zu uns herunterkommen. Seit dem Ende der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts wollen überirdische Wesenheiten in das Erdendasein herein. Es leben auch schon längst überirdische Wesenheiten im Erdenkleid. Und diesem Umstand, daß überirdische Wesenheiten Botschaften in unser irdisches Dasein bringen, ist es zu verdanken, daß wir überhaupt eine zusammenhängende Geisteswissenschaft haben können.

Aber wie benimmt sich das Menschengeschlecht ihnen gegenüber? Man möchte sagen in kosmisch-rüpelhafter Weise gegen diese, aus dem Kosmos erscheinenden Bruderseelen. Es kümmert sich nicht um sie, es ignoriert dieses MENSCHENGESCHLECHT. Und das ist es, was die Erde in immer tragischere Zustände bringen wird; denn unter uns werden im Laufe der nächsten Jahrzehnte immer mehr und mehr Geisteswesen wandeln. Sie wollen, daß die Geisteswissenschaft in die soziale Handlungsweise des Erdendaseins umgesetzt werde.

Wir haben es seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts mit einem vermehrten Hereindringen von geistigen Wesen aus dem gesamten Weltall zu tun. In erster Linie von solchen Wesen, die versuchen, die Menschen mit dem Gedanken an die geistigen URSPRÜNGE des Weltenalls zu erfüllen. So kann man sagen, daß wir unseren schattenhaften Intellekt erneut beleben müssen...

Wenn die Menschen fortfahren, ihnen bloß Opposition gegenüberzustellen, so wird das Erdendasein im Laufe der nächsten Jahrtausende in ein Chaos übergehen... Unsere Erdenmenschheitsentwicklung ist nicht so, daß sie weiterhin mit dem Schleier des Geheimnisses überzogen werden darf; und wenn die Widerstände noch so groß sind von feindlicher Seite. Die Dinge müssen gesagt werden! Wir haben es hier mit etwas zu tun, was durchaus in das ganze Gefüge des Kosmos eingreift. Es geht um die Frage, ob die Menschheit sich entschließen will, allmählich in das hineinzuwachsen, was ihr gute Bruderseelen aus dem Weltall heruntertragen...

Der Weg des Erhebens, meine lieben Freunde, er ist vorgezeichnet. Wir müssen solche Dinge tief ernst nehmen. Wie viele Menschen leben denn heute, die wissen, daß sich in unseren Tagen Ereignisse von fundamentaler Bedeutung zutragen? Wie viele Menschen wollen eingehen auf solche Dinge? Die meisten Menschen möchten die Augen davor verschließen. Aber die "Zeichen am Himmel" (Matth. 24; 29 u. 30) sind eben durchaus da, und die Zeichen sollten von den Menschen verstanden werden."

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